Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)

Die internationale Kinder- und Jugendgesundheitsstudie in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

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HBSC-Studie Sachsen-Anhalt

Hintergrund

Die Kinder- und Jugendgesundheitsstudie „Health Behaviour in School-aged Children“ (HBSC) ist ein internationales kooperatives Forschungsvorhaben, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit über 25 Jahren unterstützt wird. Deutschland beteiligt sich seit 1993/94 an der HBSC-Studie und erhob erstmals 2013/14 Daten für alle 16 Bundesländer. Mit der diesjährigen Erhebungswelle (2017/18) der bundesweiten Studie, wird zudem eine für Sachsen-Anhalt repräsentative Befragung durchgeführt.

Ziele der HBSC-Studie Sachsen-Anhalt

Ziel der Kinder- und Jugendgesundheitsstudie Sachsen-Anhalt ist es, die gesundheitliche Situation von Kindern und Jugendlichen im Alter von etwa 11 bis 15 Jahren repräsentativ für Sachsen-Anhalt zu untersuchen. In Anlehnung an den bundesweiten Survey der „Health Behaviour in School-aged Children“ (HBSC-Studie) werden u.a. die subjektive und psychosoziale Gesundheit, das Gesundheitsverhalten sowie die sozialen Rahmenbedingungen aus Familie, Schule und Freunde, die die Gesundheit der Heranwachsenden beeinflussen, erhoben. Die Ergebnisse bieten eine Bandbreite gesundheitsrelevanter Indikatoren für das Wohlbefinden und die Bedingungen des (gesunden) Aufwachsens. Sie sollen genutzt werden, um Ansatzpunkte für die Prävention und Gesundheitsförderung zu identifizieren. Ausgangspunkt ist hier das komplexe Gefüge eines gesundheitsrelevanten Lebensstils, der sich aus der sozialen Lage, der familiären Situation, der Schule und dem Kontakt zu Gleichaltrigen ergibt. Besonderes Augenmerk liegt auf dem schulischen Kontext, da ganze Schulklassen befragt werden.

Was stellt die HBSC-Studie der Forschung, Politik und Praxis in Sachsen-Anhalt zur Verfügung?

  • Repräsentative Erfassung des Gesundheitszustandes und des Gesundheitsverhaltens der Schüler*innen in Sachsen-Anhalt
  • Anregung und Anleitung für Prävention und Gesundheitsförderung im Setting Schule
  • Schulspezifische Auswertungen (Kurzberichte mit Kernergebnissen, diese werden nur den Schulen selbst zur Verfügung gestellt und enthalten keine personenbezogenen Daten)
  • Identifikation von Bedarfen, Risikogruppen und Problemfeldern (u.a. sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche)
  • Zuarbeit für die Gesundheitsziele und die Gesundheitsberichterstattung Sachsen-Anhalts

Themenschwerpunkte

Neben den Themenschwerpunkten des bundesweiten Kernfragebogens werden für Sachsen-Anhalt folgende Ergänzungen erhoben:

  • Devianzverhalten
  • Persönlichkeitsmerkmale
  • Selbstwertgefühl
  • Einsamkeit
  • Persönliche Einschätzung der sozialen Ressourcen der Familie

Methodik

Die HBSC-Studie Sachsen-Anhalt ist als Querschnittstudie bei ca. 11 – 15 jährigen Schüler*innen angelegt. Richtlinien zur Durchführung und Auswertung der HBSC-Studie sind im internationalen Studienprotokoll detailliert und für alle teilnehmenden Länder verbindlich festgehalten (ausführliche Informationen unter www.hbsc.org). Die Angaben zur Gesundheit und zum Gesundheitsverhalten sowie relevanter Faktoren dieser, werden von den Kindern und Jugendlichen per Selbstauskunft mit standardisiertem Fragebogen erfasst. Um die Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten werden hierfür in Sachsen-Anhalt – neben einigen neuen Ergänzungsfragen – die gleichen Kernthemen im Fragebogen erhoben und der gleiche methodische Ansatz wie im deutschlandweiten HBSC Survey angewendet.

Stichprobenziehung und Response

  • Zielpopulation der Befragung sind Schüler*innen der 5., 7. und 9. Jahrgangsstufen aller bundeslandspezifischen Schulformen.
  • Insgesamt werden für die repräsentative Befragung in Sachsen-Anhalt etwa 3.500-4.500 Schüler*innen aus ca. 30-50 allgemeinbildenden öffentlichen Schulen angestrebt.
  • Von jeder Schule werden (im Gegensatz zum deutschlandweiten Survey) mehrere Klassen der 5., 7. und 9. Jahrgangsstufe einbezogen, um für die jeweilige Schule aussagekräftigere Ergebnisse zu erhalten.

Datenschutz

Die Studiendurchführung wurde vom Landesschulamt Sachsen-Anhalt genehmigt. Voraussetzung für die Teilnahme an der Befragung ist das schriftliche Einverständnis der Eltern und der Schüler*innen. Die Teilnahme an der Studie ist auf Schul- und Schülerebene freiwillig. Die Befragung erfolgt streng vertraulich und die datenschutzrechtlichen Vorschriften des Landes Sachsen-Anhalt werden beachtet.

Die anonymen Fragebogendaten selbst werden auf einem passwortgeschützten Rechner archiviert und zu wissenschaftlichen Zwecken im Themenfeld der Jugendgesundheit ausgewertet. Für die HBSC-Studie Sachsen-Anhalt wird eine Auswertung der Daten auf Schul- bzw. Bundeslandebene erfolgen. Schulspezifische Auswertungen dienen allerdings nur zur Erstellung von Schulberichten, die der teilnehmenden Schule zur Verfügung gestellt. Diese schulspezifischen Auswertungen werden nicht veröffentlicht. Eine Zuordnung zu einzelnen Schüler*innen oder Klassen erfolgt nicht. Die bundesweiten Daten werden auch für Trendanalysen genutzt, um zeitliche Entwicklungen der Gesundheit und des Gesundheitsverhaltens in dieser Altersgruppe abzubilden. Alle Mitarbeiter*innen, die an der Studie beteiligt sind, haben eine Vertraulichkeitserklärung unterzeichnet und verpflichten sich, dass die Daten zu jedem Zeitpunkt streng vertraulich behandelt werden. Für die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorgaben ist das HBSC-Team Halle verantwortlich.

Teilnahmemöglichkeit an der HBSC-Studie Sachsen-Anhalt

Liegt Ihre/deine Schule in Sachsen-Anhalt? Dann ist eine Teilnahme an der HBSC-Studie Sachsen-Anhalt möglich! Die nächste Erhebung findet im Schuljahr 2021/22 statt. Wir freuen uns schon jetzt über Interessensbekundungen (Kontakt)!

Kontakt

Rückfragen rund um die HBSC-Studie Sachsen-Anhalt können an das Projektteam der Uni Halle gerichtet werden.